- Vorbemerkungen
- Zusammenfassung
- Gesamteindruck
- Hochaltar
- Chorgestühl
- Deckenfresken und Stuckaturen (Chor)
- Chororgel
- Seitenaltäre
- Kanzel und Beichtstühle
- Deckenfresken (Langhaus)
- Stuckaturen (Langhaus)
- Orgelempore
- Hauptorgel
- Vorhalle
- Sakristei
- Loretokapelle
- Bernhardkapelle
- Sakramentskapelle und Chorumgang
- Portenkapelle
- Sanierung 2019-2025
Loretokapelle
Die Loretokapelle wurde von der österreichischen Familie des Aldersbacher Paters, Klosterbibliothekars und Chronisten Michael von Mannstorff um 1739 gestiftet. Der Bau schließt sich nördlich an das Langhaus der Kirche nahe der Westecke an. An dieser Position befand sich beim mittelalterlichen Vorgängerbau der Kirche die Johanneskapelle. Unter der Loretokapelle liegt die Klostergruft. Die Kapelle hat die typische Form dieses Typus: ein Rechteck, von einer Tonne überwölbt. Die Wände imitieren Backsteinmauern mit Rissen und Freskoresten. An der Rückseite Empore; bemalte Brüstung mit Engeln, Kartuschen und Vasen, bzw. die Inschrift "MDCCXXXIX". An der Ostseite trennt ein Gitter den Altarraum ab. Die Außenarchitektur gliedern Doppellisenen. An der Nordseite (außen) befanden sich zwei Fresken: Mariä Geburt und Übertragung der casa sancta (nicht erhalten). Nach einer Legende sollen im 13. Jahrhundert Engel das Haus der Heiligen Familie (casa sancta) von Nazareth nach Loreto gebracht haben. Altar mit Stuckmarmormensa, darauf Rokokotabernakel in Holz mit zwei Engelchen. Daneben links Wandschrank mit zwei Säulen, bekrönt von einem Aufzug zwischen Giebelschenkeln. Auf den Türen ist Mariä Verkündigung grau in Grau gemalt, im Aufzug Gottvater, ebenso. An der Ostwand Nische, mit vergoldetem Kupfer ausgekleidet. Darin Marienfigur, von Engelchen umgeben; Holz, gefasst. Unter der Nische Kamin (sacro camino). Nach der Legende soll in Loreto das Haus von Nazareth stehen. Etwa 50 Votivtafeln bekunden Frömmigkeit und Volkskunst.
In der darunter liegenden Gruft fanden 31 Mönche ihre letzte Ruhestätte, darunter Abt Paulus Genzger (reg. 1734-1745), der gerade erwähnte P. Michael von Mannstorff († 1760) und der Kunstschreiner Frater Kaspar Grießemann († 1742).