Vorhalle

Die Vorhalle im Erdgeschoß des Turmes hat einen kleinen, in der Tonne gewölbten Vorraum. Sie ist mit Rokokostuckaturen von Johann Baptist Modler geschmückt, die das Wappen der Äbte Theobald I. und Theobald II. umschließt. Ausführung um 1760. Die Vorhalle selbst überwölbt ein böhmisches Gewölbe. Die Halle ist bemalt. Am Gewölbe die klugen und törichten Jungfrauen mit dem Hinweis: Nescio vos (Ich kenne euch nicht), von imitierter Architektur umgeben. An den Seitenwänden ist einerseits die Szene aus Matth. 22, 7 dargestellt: Ecce prandium meunt paravi, venite (Sehet, das Mahl ist bereitet, kommt!), andererseits die Austreibung der Käufer und Verkäufer aus dem Tempel: Nolite facere domum patris mei domum negotiationis (Macht das Haus meines Vaters nicht zu einer Markthalle). Das Portal umgibt ein Profilrahmen aus achatfarbigem Stuckmarmor, oben geschweift: Die Malereien stammen aus dem Kreis des Altomonte oder Zeiler. Das innere Portal aus geschliffenem Marmor trägt die Inschrift aus Isaias 26,2: Aperite portas ingrediatur gens iusta custodiens veritatem (Öffnet die Tore, dass einziehe ein gerechtes Volk, das die Wahrheit bewahret).

Vorhalle, Vertreibung der Händler aus dem Tempel Vorhalle, Wappen der Äbte Theobald II